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BWL KurseBMAK · Makroökonomik 1 · Dr. Zahner
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Klausur bei Dr. Zahner am 30.07.2026. Ein Kapitel nach dem anderen.

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Alle drei Rechenwege ergeben dasselbe BIP.
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Alle Formeln aus Makroökonomik 1 auf einen Blick

Klausurchecker · Makroökonomik 1 · Formelsammlung

Kapitel 1 · Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung & BIP

  • Entstehungsrechnung
    BIP = Summe der Wertschöpfung = Summe (Umsatz − Vorleistungen)

    Löhne sind KEINE Vorleistung – sie bleiben in der Wertschöpfung. Zweck: Doppelzählung von Zwischenprodukten vermeiden.

  • Verteilungsrechnung
    BIP = Löhne + Gewinne/Kapitaleinkommen + Produktionssteuern

    Dieselbe Zahl, nur nach Einkommensarten aufgeteilt.

  • Verwendungsrechnung
    BIP = C + I + G + (EX − IM)

    I enthält Lagerinvestitionen (unverkauft Produziertes). Außenbeitrag NX = EX − IM.

  • BIP → BNE → NNE
    BNE = BIP + Saldo der Primäreinkommen · NNE = BNE − Abschreibungen

    BIP = Inlandskonzept (Grenze), BNE = Inländerkonzept (Nationalität).

  • Spar-Investitions-Identität
    S = BIP − C − G und S − I = NX

    S > I bedeutet NX > 0: Leistungsbilanzüberschuss, netto Kapitalgeber.

  • BIP-Deflator (Paasche)
    Deflator = nominales BIP / reales BIP = Summe(P1·Q1) / Summe(P0·Q1)

    Laufende Mengen Q1. Als Index: Deflator · 100 (Basisjahr = 100).

  • VPI (Laspeyres)
    VPI = Summe(P1·Q0) / Summe(P0·Q0)

    Fester Warenkorb Q0. Faustregel Laspeyres ≥ Paasche (Substitutionseffekt).

  • Inflationsrate
    Inflation = (P1 − P0) / P0 = P1/P0 − 1

    Inflationsrate < 0 = Deflation. Preisstabilitätsziel rund +2 %.

Merke: Alle drei Rechenwege ergeben dasselbe BIP. Wertschöpfung heißt Umsatz minus Vorleistungen (nie minus Löhne), unverkaufte Lagerware zählt als Investition – und real rechnet man zu…

Kapitel 2 · Geld, Inflation & Quantitätstheorie

  • Geldbasis & Zerlegung
    B = C + R = [c + r·(1 - c)]·M

    c = C/M (Bargeldquote), r = R/D (Reservequote), Einlagen D = (1 - c)·M. Die Basis sind die Passiva der Zentralbank.

  • Geldschöpfungsmultiplikator
    M = B / [c + r·(1 - c)]

    Multiplikator 1 / [c + r·(1 - c)] > 1 (überproportionaler Anstieg von M). Spezialfall c = 0 ergibt 1/r.

  • Bestandteile der Geldmenge
    C = c·M, D = (1 - c)·M, R = r·D

    Gegenprobe jeder Geldschöpfungsaufgabe: B = C + R. Nur das Giralgeld D schöpfen die Banken hinzu.

  • Geldnachfrage / Realkasse
    M / P = k·Y mit k = 1 / V

    k = Kassenhaltungskoeffizient. Realistischer M/P = k(i)·Y: Y wirkt positiv (+), der Zins i negativ (-).

  • Quantitätsgleichung
    M · V = P · Y

    Identität: links Zahlungsvolumen, rechts nominales BIP. Auflösbar nach P, V oder Y.

  • Wachstumsform / Inflation
    g_M + g_V = π + g_Y

    Bei konstantem V (g_V = 0): π = g_M - g_Y. Fällt V (g_V < 0), sinkt die Inflation zusätzlich.

  • Fisher-Gleichung
    i = r + E[π] (umgestellt: r = i - π)

    i = Nominalzins, r = Realzins, E[π] = erwartete Inflation. Bei π > i ist der Realzins negativ.

Merke: Erst das Geldangebot - M = B / [c + r·(1 - c)] mit Multiplikator > 1, Gegenprobe B = C + R -, dann seine Wirkung über M · V = P · Y. Bei konstantem V ist π = g_M - g_Y, und der…

Kapitel 3 · Gütermarkt & IS-LM-Modell

  • Gütermarkt-Gleichgewicht
    Y = C + I + G (geschlossene Volkswirtschaft)

    Kurze Frist: Preise starr, die Nachfrage bestimmt die Produktion Y.

  • Konsumfunktion
    C = C_a + c·(Y - T)

    c = marginale Konsumneigung (0 < c < 1); C_a = autonomer Konsum; Y - T = verfügbares Einkommen.

  • Ausgaben- und Steuermultiplikator
    dY/dG = 1/(1 - c) dY/dT = -c/(1 - c)

    Der Steuermultiplikator ist betragsmäßig kleiner, weil nur der konsumwirksame Teil einer Steueränderung wirkt.

  • Investitionsfunktion
    I(r) = I_a - b·r

    Fällt mit dem Zins: teurere Finanzierung, weniger lohnende Projekte. Genau das macht die IS-Kurve fallend.

  • IS-Kurve (Gütermarkt)
    Y = 1/(1 - c)·(C_a - c·T + I_a + G) - b/(1 - c)·r

    Fallende Gerade im (Y, r)-Diagramm. G hoch oder T runter verschiebt sie nach rechts.

  • Geldnachfrage & LM-Kurve (Geldmarkt)
    M/P = k·Y - h·r -> r = (k/h)·Y - (M/P)/h

    Steigende Gerade: Y hoch, r hoch. Eine höhere reale Geldmenge M/P verschiebt die LM nach rechts (r sinkt).

  • Fisher-Gleichung
    i = r + Eπ

    Nominalzins = Realzins + erwartete Inflation. Die Geldnachfrage reagiert auf i, die Investition auf r.

Merke: Erst das Vorzeichen prüfen, dann rechnen: G und T bewegen die IS, M bewegt die LM. Eine Fiskalexpansion hebt Y UND r (deshalb Crowding-out), eine Geldexpansion hebt Y, senkt aber…

Kapitel 4 · AD-AS, Phillips-Kurve & Stabilisierungspolitik

  • AD-Kurve (Herleitung ueber den Geldmarkt)
    P steigt -> M/P sinkt -> r steigt -> I(r) sinkt -> Y^D sinkt

    Deshalb faellt die AD-Kurve im P-Y-Diagramm. Expansive Geld-/Fiskalpolitik verschiebt sie nach rechts; eine reine Preisaenderung ist Bewegung entlang der Kurve.

  • Kurzfristiges Angebot (Lohn- und Preissetzung)
    W = ω · EP und P = W / MPL

    ω = angestrebter Reallohn, EP = Preiserwartung, MPL = Grenzprodukt der Arbeit. Bei gegebener EP hebt ein hoeheres P die Beschaeftigung -> SRAS steigt.

  • Natuerliche Produktion und NAIRU
    Y* = F(K, L·(1 - u*)) bei P = EP

    u* = natuerliche Arbeitslosenquote (NAIRU): die einzige Quote mit stabiler Inflation. Die LRAS steht senkrecht bei Y* = Y_n.

  • Phillips-Kurve (erwartungserweitert)
    π_t - π^e = -β · (u_t - u*)

    u < u* -> π > π^e (Ueberauslastung); u = u* -> π = π^e (stabil); β = Staerke des Effekts. Das ist die AS-Kurve in Wachstumsraten.

  • Akzelerationistische Phillips-Kurve (adaptiv)
    π_t - π_(t-1) = -β · (u_t - u*) + ε_t

    Adaptive Erwartungen π^e_t = π_(t-1); ε_t = Angebotsschock. Dauerhaft u < u* laesst die Inflation beschleunigen (u > u* laesst sie sinken).

  • Fisher-Gleichung (Real- vs. Nominalzins)
    i = r + π bzw. r = i - π^e

    Der Realzins r ist der wirtschaftlich relevante Zins. Eine negative Erwartung π^e < 0 hebt r bei gleichem i -> Deflationsgefahr.

Merke: Erst die Spielregel klaeren: Preisaenderung = Bewegung ENTLANG der Kurve, Politik/Schock = VERSCHIEBEN. Mittelfristig gilt immer Y = Y_n bei u = u*; die schnelle…

Kapitel 5 · Solow-Wachstumsmodell & Arbeitsmarkt

  • Produktionsfunktion (Cobb-Douglas)
    Y = A·K^α·L^(1-α) → Pro-Kopf: y = A·k^α

    Konstante Skalenerträge; y = Y/L, k = K/L. α = Kapitaleinkommensanteil (typisch rund 1/3).

  • Kapitalakkumulation
    K(t+1) = (1-δ)·K(t) + s·Y(t)

    Restkapital nach Abschreibung plus neue Investition (= Ersparnis).

  • Steady State
    s·k^α = (δ+n)·k → k* = (s/(δ+n))^(1/(1-α)), y* = k*^α

    Für α = 1/2 ist 1/(1-α) = 2, also k* = (s/(δ+n))². Konsum c* = (1-s)·y*.

  • Goldene Regel
    α·k^(α-1) = (δ+n) → s = α, k_GR = (α/(δ+n))^(1/(1-α))

    Maximaler Pro-Kopf-Konsum im Steady State: Grenzprodukt des Kapitals = break-even-Rate.

  • Technischer Fortschritt (Rate g)
    Y/L wächst mit g, Y wächst mit n+g

    In Effizienzeinheiten wird die break-even-Rate (δ+n) zu (δ+n+g); nur g trägt dauerhaftes Pro-Kopf-Wachstum.

  • Arbeitsnachfrage (Reallohn)
    w/P = (1-α)·A·(K/L)^α

    Firma stellt ein, bis Reallohn = Grenzprodukt der Arbeit; die Nachfrage fällt mit steigendem Lohn.

  • Natürliche Arbeitslosenquote
    u = s / (s + f)

    s = Trennungsrate, f = Jobfindungsrate. Mittlere Dauer der Arbeitslosigkeit = 1/f, einer Beschäftigung = 1/s.

Merke: Immer dieselbe Schrittfolge: Steady-State-Bedingung s·k^α = (δ+n)·k aufstellen, nach k auflösen, einsetzen - damit löst du fast jede Solow-Teilaufgabe. Mehr Sparen hebt nur das…

Kapitel 6 · Klausurtraining

  • VGR & Ersparnis-Identität (Kap. 1)
    BIP = C + I + G + (EX − IM) · S = BIP − C − G · Identität: S − I = NX

    Deflator = nominal/real; nur Endprodukte bzw. Wertschöpfung zählen. S > I → NX > 0 → Land ist netto Kapitalgeber.

  • Geld: Quantitätstheorie & Fisher (Kap. 2)
    M·V = P·Y · Wachstumsform: gM + gV = π + gY → π = gM − gY (bei gV = 0) · Fisher: i = r + Eπ → r = i − Eπ

    Nominal ist nicht real: Der Realzins misst die Kaufkraft-Verzinsung. In Wachstumsraten „verbraucht“ nur das reale Wachstum das Geldmengenwachstum, der Rest wird Inflation.

  • IS-Kurve & Multiplikator (Kap. 3)
    Gütermarkt Y = C + I + G → IS: Y = A − a·r · einfacher Multiplikator = 1/(1 − c1)

    A = autonome Nachfrage geteilt durch (1 − c1); c1 = marginale Konsumquote. Die IS fällt, weil höheres r die Investitionen und damit Y senkt.

  • LM-Kurve, Gleichgewicht & Crowding-out (Kap. 3)
    Geldmarkt: M/P = m1·Y − m2·r (LM steigend) · Gleichgewicht: IS = LM → (Y*, r*)

    Fiskalexpansion verschiebt die IS nach rechts: Y UND r steigen; der Zinsanstieg verdrängt private Investitionen (Crowding-out) → tatsächliches ΔY < Multiplikator·ΔG.

  • Phillips-Kurve & Disinflation (Kap. 4)
    π − Eπ = −β·(u − u*) · natürliche Rate u*: dort ist π = Eπ · adaptive Erwartungen: Eπ(t) = π(t−1)

    Disinflation kostet vorübergehend u > u* (Opfer = (Eπ − π)/β). Langfristig ist die Kurve senkrecht – kein dauerhafter Trade-off.

  • Solow-Modell: Steady State & Goldene Regel (Kap. 5)
    Steady State: s·f(k) = δ·k (Δk = 0) · für y = √k: √k* = s/δ · Goldene Regel: f′(k) = δ (max. Konsum pro Kopf)

    Höhere Sparquote = Niveaueffekt auf k* und y*, kein Dauer-Wachstumseffekt. Gegenprobe: Investition s·y* = Abschreibung δ·k*.

Merke: Drei Bewegungen genügen: Definition/Identität einsetzen · zwei Märkte gleichsetzen · eine Randbedingung optimieren. Verwalte Zeit nach Punkte-Anteilen statt nach Gefühl – jede der…

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Notfallplan bis zur Klausur

Dein Rückwärtsplan für Makroökonomik 1 – realistisch statt hoffnungsvoll gerechnet, ab jetzt bis zur Klausur.

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